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Mediadaten

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Effiziente Energieumwandlung ersetzt riskante Operationen

Batteriebetriebene Geräte sind überall im Einsatz. Dabei sind Batterien umweltschädlich, weil sie giftige Stoffe enthalten und ineffizient, weil für die Produktion einer Batterie mehr Energie aufgewendet wird als sie später wieder zurückgibt. Wie Batterien ersetzt werden könnten durch die Umwandlung von ungenutzter Energie zum Beispiel in Wärme, Wasser oder der Luft, erforscht der Doktorand Chengdong Yuan derzeit am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Jade Hochschule.

Ziel des Promotionsvorhabens ist die Entwicklung miniaturisierter Energiewandler. Diese könnten beispielweise in der Medizintechnik zum Einsatz kommen: Durch die Umwandlung von Körperwärme oder -bewegung in elektrische Leistung kann die Lebensdauer von elektrisch aktiven Implantaten wie Herzschrittmachern verlängert werden  – und damit die aufwendige und riskante Operation zum Tausch des Implantats vermieden werden. «Wir Menschen sind alle kleine Batterien», erklärt Prof. Dr.-Ing. Tamara Bechtold, Betreuerin des Promotionsvorhabens. Der Körper als Quelle thermischer Energie würde beispielsweise durch die Temperaturdifferenz von 36,5 Grad innen und rund 22 Grad auf der Haut elektrische Spannung erzeugen, die für den Betrieb eines Implantats genutzt werden könnte.

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Biobank und HIV-Kohortenstudie

Die erste automatisierte Flüssigbiobank der Schweiz ist seit genau einem Jahr in Betrieb. Pünktlich zum ersten Geburtstag werden die lokalen biologischen Proben der renommierten Swiss HIV Cohort Studie (SHCS) in die Liquid Biobank Bern (LBB) integriert. Die Kombination von neuster Technik und einer bewährten wissenschaftlichen Datenbank ist ein Glücksfall für die Forschung.

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie existiert seit Ende der 1980er-Jahre. Sie umfasst die Daten von über 19 000 HIV-Patientinnen und -Patienten. Mehr als 1 000 wissenschaftliche Publikationen und wichtige Erkenntnisse in Bezug auf eine erfolgreiche Therapie von HIV gingen aus ihr hervor. Alle Universitätsspitäler der Schweiz, die Kantonsspitäler und die meisten spezialisierten Ärztinnen und Ärzte sind an der Kohorte beteiligt. Am Inselspital werden die Bioproben im Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern verarbeitet, mikrobiologisch analysiert, und sie wurden bisher auch dort gelagert. Bis heute wurden mehr als 150 000 biologische Proben nach dem bisher höchsten Biobankingstandard gesammelt. Künftig wird die HIV-Kohortenstudie von der modernen Infrastruktur der Liquid Biobank Bern (LBB) profitieren können und damit von den neusten technologischen Entwicklungen im Biobanking

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