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Gespräche zum Beruf Systemgastronomie Fachfrau / Fachmann EFZ am Universitätsspital Insel Bern.

Als erstes herzlichen Dank an Herrn Merz, Leiter Restaurants & Angebotssteuerung und Berufsbildner für die Systemgastronomiefachleute EFZ am Inselspital Bern für die spontane Zusage.
Ebenso an Frau Zürcher, sie hat kurz vor unserem Gespräch ihr Qualifikationsverfahren erfolgreich abgeschlossen und an Michael Probst, Lernender im 2. Lehrjahr, dass sie sich bereit erklärt haben uns den Beruf vorzustellen. Wir freuen uns besonders einen noch jungen Beruf kennen zu lehren.

Das Inselspital Bern kennen sicher alle. Der interessante Hintergrund und der Name ist eine spannende Geschichte.
Die Ursprünge des Inselspitals gehen auf die Stiftung der Berner Ratsherrtochter Anna Seiler zurück. Nach der Pestepidemie um 1350 vermachte sie in ihrem Testament ein Hospital zur unentgeltlichen Behandlung und Pflege mit dreizehn Betten, das stets und ewig Bestand haben sollte. 1531 zog das Seilerin Spital in das Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster «St'Michael zur Insel» umdas in der Gegend des heutigen Ostflügels des Berner Bundeshauses lag und zuvor unter dem Patrozinium des Erzengels Michael auf einer inzwischen verschwundenen Insel in der Aare gestanden hatte – daher der Name «Inselspital».
Im Inselspital arbeitete Emil Theodor Kocher, der 1909 als erster Chirurg den Nobelpreis für Medizin erhielt.
Grosse Teile der Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Bauten wurden von 1958 bis 1978 abgebrochen und durch die heutigen Gebäude ersetzt, deren markantestes das Bettenhochhaus ist. Das Hochhaus entstand in den Jahren 1965 – 1970.

Heute beschäftigt die Insel Gruppe, zu der das Inselspital gehört, ca 10`000 Mitarbeitende an 6 Standorten. Es werden 300 Lernende in 16 Berufsrichtungen ausgebildet und 14`500 Praktikums- und Ausbildungswochen ange-boten.
Interview mit Michael Probst 2. Lehrjahr
Schon während der Schulzeit interessierte sich Michael Probst für die Gastronomie. Neue Nahrungsmittel ausprobieren und kreativ in der Küche arbeiten machte ihm Spass. Er fokussierte sein Ausbildungsziel als Koch und absolvierte eine Schnupperlehre. Die Hektik und manchmal auch ein lauter Betrieb während den Essenszeiten, zusätzlich die ungewohnten Arbeitszeiten, machten ihm anschliessend Bedenken. «Ich fühlte mich zu dieser Zeit noch nicht bereit meine Freizeit zu sehr umzustellen», erzählt Michael.
«Ich beschloss mich nach weiteren Möglichkeiten im Bereich Gastronomie umzusehen. Zufälligerweise sah ich bei der Migros ein Inserat für eine Schnupperlehre als Systemgastronomie Fachmann EFZ. Ich meldete mich an und war danach voll überzeugt, dass dies meinen Vorstellungen entspricht. Die Vielfältigkeit hat mich sofort begeistert. Systemgastronomie Fachmann EFZ bietet eine facettenreiche Ausbildung mit vielen spannenden Möglichkeiten für eine weitere Berufskarriere. Eine freie Lehrstelle gab es hier nicht mehr, ich suchte weiter. Ich war glücklich als ich ein Inserat vom Inselspital Bern sah, hier konnte ich ein Eignungspraktikum absolvieren. Das Glück war nochmals auf meiner Seite, ich erhielt einen Lehrvertrag.»

«Ist es allgemein schwierig eine Lehrstelle zu finden?» fragte ich nach.
«Je nach Wohngebiet ja», erklärt Michael Probst. «Diese Ausbildung kann nur in grösseren Betrieben angeboten werden. Das sind neben einem grösseren Spitalbetrieb zum Beispiel Unternehmen die Restaurants oder Hotels nach dem gleichen Konzept führen. Die Arbeitsstellen sind dann Einkaufszentren, Autobahnraststätten, Flughäfen oder Betriebsrestaurants. Ein weiterer Grund ist, dass der Beruf noch zu wenig bekannt ist. Kurz gesagt, Lehrstellen findet man eher in der Stadt als in ländlichen Gebieten.»

«Sie absolvieren die Berufsfachschule in Blockkursen in Weggis, bringt dies Vor- oder Nachteile aus ihrer Sicht?» war meine nächste Frage.  
«Das ist so nicht direkt zu beantworten», sagt Michael Probst fröhlich. «Die Vorteile zuerst, die Kollegialität, das Treffen mit Mitlernenden, zusätzlich mit verschiedenen Berufsrichtungen der Ausbildung Gastronomie, sind sicher ein grosser Vorteil. Man ist weg von zu Hause und dem Lehrbetrieb, dadurch kann man sich voll auf den Lehrstoff konzentrieren. Anderseits ist man während einigen Wochen von allem absorbiert, das betrifft auch die Freizeitbeschäftigung, vor allem wenn man in einer Mannschaft trainiert.»
«Werden die überbetrieblichen Kurse auch in Weggis durchgeführt?» wollte ich als nächstes wissen.
«Zum Teil gemeinsam mit den Lernenden Koch/Köchin werden diese während dem Blockunterricht besucht, aufgeteilt sind diese in 6 Kurse, verteilt auf 5 Semester. Er beinhaltet zum Beispiel den Nothelferkurs, das Wissen über Kaffee und Tee, Sensorik, nebst den Themen die spezifisch für unseren Beruf wichtig sind. Hier können allgemeine Ernährungsgrundsätze, Einlagern von Waren, (gekaufter und selberproduzierter) Verkauf und Gästeberatung, persönliche und betriebliche Hygiene als einige Beispiele erwähnt werden. Noch kann die BM während der Lehre nicht besucht werden. Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Die Bildungsverordnung wurde erst 2013 in Kraft gesetzt. Durch den Blockunterricht und den verschiedenen Arbeitszeiten, sind diese zusätzlichen Unterrichtsstunden schwer in das Ausbildungsprogramm einzubeziehen. Momentan gibt es als einzige Möglichkeit die BM nach der Ausbildung zu absolvieren.» 

«Wie beschreiben Sie mir die Tätigkeit eines Systemgastronomie Fachmann EFZ?» fragte ich als nächstes.
«Das ist je nach Ausbildungsort etwas verschieden. Nebst der Präsentationen von Speisen und Getränken sind wir hinter der Kulisse für das Bestellwesen zuständig, und kontrollieren die angelieferten Lebensmittel und Getränke. Wir erledigen die administrativen Arbeiten, die Erstellung von Menü- und Einsatzplänen wie auch die Kassenabrechnungen. Es braucht in unserem Beruf eine exakte Vorbereitung und ein gutes Organisationstalent. Man kann sagen, wir sind Allrounder. Hier am Inselspital haben wir eine facettenreiche Ausbildung. Wir lernen all die verschiedenen Abteilungen kennen, helfen im Restaurant mit aber auch bei der Organisation von Kongressen. In gewissen Restaurantketten fallen einige Arbeitsabläufe weg. Hier ist man vermehrt an der Kasse oder im Servicetätig tätig.»   

«Sie sind bereits im zweiten Lehrjahr, haben sich da schon einige favorisierte   Arbeiten herauskristallisiert?»
Da muss sich Michael Probst nicht lange überlegen und antwortet strahlend:
«Ich freue mich immer besonders wenn ich Büroarbeiten erledigen kann, am liebsten PC-Arbeiten, Programmieren, kurz gesagt, Sachbearbeitungen. Gerne helfe ich in der Küche mit, weniger begeistern kann ich mich dann beim anschliessenden abwaschen, was einfach dazu gehört.» 

Wie erlebt man die Arbeitszeiten, ich kann mir vorstellen, dass Wochenendarbeit wie auch gelegentlich ein späterer Feierabend einprogrammiert werden muss. Gibt es auch Situationen die hektisch  sind? war meine folgende Frage.    
«Für mich ist das kein Problem, privates während der Woche zu erledigen bringt manchmal sogar Vorteile», meint Michael Probst fröhlich.
«Die Arbeitszeiten sind:
Frühschicht 06 Uhr bis 15 Uhr
Mittlerer Dienst 07 Uhr bis 16 Uhr
Spätschicht 10 Uhr bis 17 Uhr
Den frühen Feierabend bei der Frühschicht geniesse ich besonders. Einmal im Monat arbeiten wir an einem Wochenende.
Hier bei uns, am Inselspital ist stets alles gut vorbereitet und organisiert. Wir kennen zum Beispiel bei Kongressen die Anzahl Teilnehmende und wir alle wissen für welchen Bereich wir zuständig sind. Falls notwendig helfen wir uns gegenseitig. So entstehen keine Stresssituationen. Die Vorbereitung und die Teamarbeit sind eine der wichtigsten Voraussetzungen dabei.»

«Noch geht es eineinhalb Jahre bis zum Lehrabschluss, haben Sie trotzdem schon Weiterbildungspläne?»
«Pläne habe ich schon, aber im Vordergrund steht vorerst eine gute Abschlussprüfung zu machen. Anschliessend kommt das Militär. Sollte es mir während dieser Zeit besonders gut gefallen, kann ich mir eine Weiterbildung als Berufsmilitär vorstellen. Die zweite Variante ist die Hotelfachschule zu absolvieren. Hier öffnen sich mir viele Möglichkeiten. Was in den folgenden Jahren an Aus- und Weiterbildung noch entsteht, ist noch nicht absehbar. Die Berufswelt ändert sich schnell. So werde ich mir erst zur gegebenen Zeit konkrete Gedanken machen.
Nebenbei will ich meine Englischkenntnisse erweitern. In der Berufsfachschule kommt dieses Fach etwas zu kurz, im täglichen Leben wird dies jedoch immer wichtiger.» 

«Die vielfältige Berufslehre erfordert stets Neues zu erlernen und dazu kommt der Blockunterricht der Berufsfachschule. Bleibt trotzdem noch Zeit für Hobbys?»
Michael Probst strahlt: «Die habe ich, wenn auch manchmal eingeschränkt. Dies besonders während der Schulwochen. Da mein Arbeitsweg zu aufwendig wäre, wohne ich im Personalhaus. Bei der Frühschicht bin ich schon kurz nach 16.00 h zu Hause. Ich gehe ins Football Training Bern, ins Shuffle Dance und halte mich gerne in der Natur auf.»
Wir danken Michael Probst herzlich für das lebhafte, interessante Gespräch. Wir freuen uns, dass wir dadurch einen noch jungen facettenreichen Beruf kennen lernen der mit viel Verantwortung verbunden ist.
Wir wünschen Michael Probst weiterhin so viel Freude in der Ausbildung und alles Gute für seine berufliche Karriere. Mit seiner fröhlichen, aufgeschlossenen Art wird ihm dies gut gelingen.
Interview Ronja Zürcher
Gastronomie
Frau Zürcher hat ihre Qualifikation erfolgreich abgeschlossen. Sie erzählt uns einiges über die noch wenig bekannte Berufsausbildung Systemgastronomiefachfrau EFZ.

«Wie wurden Sie auf diese, noch junge Berufsrichtung aufmerksam und war es ein Ziel in der Gastronomie zu arbeiten?»
«Dass ich je in der Gastronomie arbeiten würde, konnte ich mir gar nicht vorstellen,» sagt Frau Zürcher spontan und fröhlich. «Diesen Begriff verband ich mit Köchin und Service. Kochen hat mich auch nicht im speziellen interessiert. Als die Ausbildungsfrage noch nicht im Vordergrund stand, tendierte ich eher auf eine Berufsbildung in der Architektur oder eine Kaufmännische Ausbildung. Noch war ich unschlüssig, wusste aber, dass ich Handwerk und administrative Arbeiten verbinden wollte. Es wurde Zeit mich näher mit der Berufsbildung zu befassen. Ich sah ein Inserat für die Systemgastronomie von der Migros, und wurde neugierig. Es ist eine ideale Verbindung zwischen der kaufmännischen und der gastronomischen Arbeitswelt. Was ich suchte, war Vielfältigkeit im Berufsalltag. Die Zeit wurde langsam knapp, Lehrstellen gab es nur noch in Biel und am Inselspital Bern. Ich meldete mich für eine Schnupperwoche am Inselspital Bern an. Ich hatte Glück, es war noch eine Lehrstelle frei und ich durfte einen Lehrvertrag unterschreiben. Hier war mir eine abwechslungsreiche Ausbildung gesichert. Da nahm ich den etwas langen Arbeitsweg gerne auf mich. Wir lernen hier am Inselspital Bern den gesamten Prozess der Gastronomie kennen. Das facettenreiche Ausbildungsprogramm hat mich täglich mehr und neu motiviert.»   

«Die Berufsfachschule wird als Blockkurs durchgeführt, wo besuchen Sie diese?» war meine nächste Frage.
«Wir absolvieren die Schule und die überbetrieblichen Kurse, im Schulzentrum Hotel & Gastro formation in Weggis. Es ist das Schulzentrum für alle Lernende Systemgastronomiefachfrau/-mann, Lernende Koch/Köchin der Saisonale Hotels/Restaurants und höhere Ausbildung der Köche. Es sind jeweils 100 bis 150 Lernende die sich in Weggis treffen.»
«Finden Sie den Blockunterricht eher als Vor- oder Nachteil gegenüber einem wöchentlichen Fachschulbesuch?» war ich nun neugierig.
Spontan kam die Antwort von Frau Zürcher: «Das kann man weder mit ja, noch mit nein beantworten. Der Betrieb wird strukturiert und gut kontrolliert geführt, eine Bedingung ist auch, dass man dort wohnen muss. Das Zentrum ist etwas ausserhalb gelegen und die fixen Zeiten mit Zimmerruhe sind natürlich ungewohnt. Zu bedenken ist aber, dass die Schule für alle Lernenden die Verantwortung trägt, für Minderjährige im ersten Lehrjahr wie auch die Erwachsenen im letzten Schulblock. Ein Vorteil ist, dass die zuständigen Fachlehrer stets anwesend sind. Falls Fragen bei den Aufgabenerledigungen auftauchen, hat man jederzeit die Möglichkeit nachzufragen oder weitere Erklärungen einzuholen. Ein weiterer Pluspunkt sind die interessanten Kontakte mit den Mitlernenden. Sie kommen aus der ganzen Schweiz.
Anderseits ist man für einige Wochen nicht im Lehrbetrieb, dazu kommen noch die Ferienwochen und das sind, zumindest im ersten Lehrjahr, viele Wochen wo der Lernende im Betrieb ausfällt. Aber es braucht im ersten Lehrjahr eine grosse Grundbasis, damit man überhaupt den Betrieb und das ganze Konzept verstehen kann.»

Die Kurse finden jährlich zweimal statt (Herbst/Frühling) von jeweils 10 Wochen im Herbst und 8 Wochen im Frühling im ersten Lehrjahr und anschliessend 4 Wochen im Herbst und 3 Wochen im Frühling im 2. und 3. Lehrjahr.
Der berufskundliche Unterricht umfasst die Lektionen:

  • Planen und gestalten der Prozesse
  • Beschaffen und Zubereiten der Produkte
  • Präsentieren und Verkaufen der Produkte sowie Beraten der Gäste
  • Sicherstellung der Nachhaltigkeit und Sicherheit
  • Anwenden von Englisch

«Wie sehen die Weiterbildungsmöglichkeiten aus?» hat mich als nächstes interessiert.
«Eine direkte Weiterbildung im Beruf, wie zum Beispiel HFP, gibt es nicht», erklärt mir Frau Zürcher. «Möglich sind die Weiterbildung im Bereich Berufsprüfung, Höhere Fachprüfung und Höhere Fachschule (Hotelfachschule). Zum Beispiel Gastrobetriebsleiter/ -in, Bereichsleiter Restauration mit eidg. Fachausweis(BP), Gastro-Unternehmer/ -in oder Leiter/ -in Restauration mit eidg. Diplom (HFP).»

«Wie beschreiben Sie einer Person, die den Beruf nicht kennt, die Haupttätigkeiten?»
«Das muss etwas differenziert beantwortet werden», sagt Frau Zürcher fröhlich.
«Hier am Inselspital ist das Tätigkeitsfeld vielseitig. Hier lernt man während der Ausbildung den gesamten Prozess der Gastronomie kennen. Das heisst Lernende arbeiten in der Küche, im Service und im Verkauf. Wir lernen das Gesamtkonzept der Küche kennen und bereiten Mahlzeiten zu. Wir präsentieren unser Lebensmittelangebot an den Servicetheken und bedienen Kunden. Wir erledigen administrative und kaufmännische Aufgaben, wie zum Beispiel das Erstellen von Einsatzpläne, rechnen den Kassenbestand ab und allgemeine Büroarbeiten. Bei einem Betrieb wie zum Beispiel McDonalds sind die Arbeitsabläufe wie auch die Handhabung vieler Tätigkeiten anders.»

«Seit einigen Wochen haben sie das QV erfolgreich abgeschlossen. Während den drei Jahren haben sich sicher einige favorisierte Arbeiten gebildet?»
«Besonders freue ich mich über Arbeiten im Bürobereich. Hier kann man viel Selbstverantwortung übernehmen und die Kompetenzen können gefordert werden. Gerne war ich auch in der Küche», sagt Frau Zürcher strahlend, «besonders schätze ich hier das gute Team, mit welchem die Arbeit jeweils richtig Spass machte. Gleichzeitig erhält man nützliche Typs welche jederzeit privat anwendbar sind.»

«Wie erleben Sie die Arbeitszeiten, sicher sind diese unregelmässig?»
«Das bereitet mir kein Problem. Im Normalfall haben wir einmal pro Monat einen Wochenenddienst und während der Woche Früh- oder Spätschicht. Bei besonderen Kongressen kann die Arbeitszeit schon einmal etwas länger werden oder monatlich ein Wochenende mehr betragen. Man ist uns gegenüber aber sehr Grosszügig, wenn es spät wird, kann man vielleicht am folgenden Tag auch später erscheinen. So helfen wir gerne mit, wenn dies erforderlich ist und es darf nicht vergessen werden, dass wir dabei Erfahrungen sammeln. Stresssituationen kennen wir natürlich, es ist schliesslich eine Tätigkeit in der Gastronomie, wir können uns aber auf viele Situationen vorbereiten um Stress zu mindern. Dies dank der guten Organisation und der guten Teamarbeit. Im Allgemeinen erledige ich alle Arbeiten gern. Man lernt gut hinzusehen und zu beobachten. Kaum betrete ich einen Raum fallen mir Kleinigkeiten auf die erledigt werden müssen. Eventuell würde der Gast dies gar nicht bemerken.»  
«Bestehen schon Weiterbildungspläne?» war ich nun neugierig geworden.
«Als erstes will ich nun mein Wissen anwenden und eine interessante Stelle finden. Mein momentaner Plan ist, in etwa zwei Jahren einen Amerika Aufenthalt zu organisieren, mit dem Ziel, Erfahrungen zu sammeln und die Sprachkenntnisse zu vertiefen. Ob ich danach im Beruf bleibe oder etwas vollständig Neues erlerne weiss ich noch nicht. In der heutigen Berufswelt sind stete Veränderungen angesagt.
Dank der guten Grundausbildung ergeben sich viele Möglichkeiten.»

«Nebst der Ausbildung und dem Schulbesuch, gab es trotzdem noch Zeit für Hobbys?»
Spontan kam die Antwort von Frau Zürcher: «Ich habe Fussball gespielt und Sport ist mir allgemein wichtig. Natürlich musste ich mich einschränken, besonders beim Fussballtraining. Ich habe einen weiten Arbeitsweg und während der Schulzeit war es nicht möglich beim Training dabei zu sein.»  
Wir danken Frau Zürcher herzlichst für das offene, interessante Gespräch. Es gibt uns einen Überblick über all das, was hinter den Kulissen an Arbeit erledigt werden muss, dass wir unsere Menüs im Restaurant oder bei einer Kongressteilnahme unseren Aufenthalt unbeschwert geniessen können.
Wir wünschen Frau Zürcher weiterhin viel Erfolg im beruflichen und privaten Lebensweg. Mit ihrer fröhlichen offenen Art wird es ihr bestimmt immer gelingen.  

Charlotte Rothenbühler