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Überbetriebliche Kursbesuche Fachrichtung Chemie Modul 3

19. Oktober Gruppe A

Bei meinem Eintreffen sind die Lernenden im Labor beschäftigt.
«Was sind die heutigen Arbeiten?» fragte ich bei den Lernenden nach. «Momentan sind es die Titrationen. Heute ist es die Redox-Titration. Vorgängig wurde uns die dazu nötige Theorie vermittelt. Nach sorgfältiger Vorbereitung des Arbeitsablaufs sehen wir bald unsere Resultate», freuen sich die Lernenden.
«Was sind die heiklen Punkte?» fragte ich. «Während des Titrierens muss die Lösung gut durchmischt werden. Die Zugabe der Masslösung erfolgt mittels Bürette bis zum Farbumschlag», erzählen sie mir.
Die Lernenden arbeiten alle konzentriert um ja den Endpunkt nicht zu verpassen. Sie freuen sich, als die Lösung plötzlich ein schönes rosa enthält und hoffen nun,  auch das richtige Resultat zu erhalten.

In Titrationen haben sie bis dahin noch wenig Erfahrung und sind nun froh, dass sie alles von Grund auf selber erarbeiten können. Das beginnt bei der Berechnung zur Herstellung der Probenlösungen, der Herstellung der Lösungen und der Endberechnung des Ergebnisses.
«Haben sich die Lernenden gefreut für die Tage die sie im üK verbringen?» Da sind sich alle auf ein ja einig und das ist auch gut sichtbar. Freudig und konzentriert sind sie an der Arbeit.  
Was wird von den Lernenden besonders geschätzt von dem was ihnen während des üK vermittelt wird?
«Neues Wissen zu erlangen, im Lehrbetrieb habe ich die Redox Titration noch nie angewandt oder man hat es nur einmal durchgeführt und ist nun froh diese Anwendung vertiefen zu können. Nicht für alle ist es von der Praxis gesehen neu, aber all die Berechnungen schon. Dabei wird die ganze Theorie und Praxis der Titration gut verständlich. Im Lehrbetrieb sind Titratoren im Einsatz, da bekommt man weniger mit.» So profitieren alle davon, ihr Wissen zu erweitern oder zu vertiefen und die Gesamtübersicht  zu erhalten.
All die Arbeiten, die am üK Modul 3 vermittelt werden, sind gleichzeitig Arbeiten die sicher auch an der Abschlussprüfung von Wichtigkeit sind.  
Die Lernenden schätzen es besonders, dass Frau Senn, Ausbildnerin des ük-Labors, immer da ist um die nötigen Fragen zu besprechen und an Fragen fehlt es nicht.

17. November Gruppe B

Die Lernenden sind im Theorieraum beschäftigt. Sie schreiben das Protokoll oder sind an den Vorbereitung für die nachfolgende Praxisarbeit im Labor. Dabei handelt es sich um das Berechnen der Substanzmengen zu Herstellung der Masslösung.
Im Labor wird anschliessend die Theorie in die Praxis umgesetzt. Es ist die indirekte Jod Titration mit Stärke als Indikator. Erfahrung mit der Titration haben alle, nicht aber mit Büretten. In Lehrbetrieb arbeiten die Lernenden mit Titratoren.
Umso mehr freuen sich die Lernenden auf diese Abwechslung. Die Titration als Gesamtes zu verstehen und dies mittels der Ausführung der Arbeitsschritte mit der Bürette. Das macht allen Spass. Dementsprechend sind die Lernenden voller Elan an der Arbeit.
Dabei tauchen immer wieder Fragen auf, welche Frau Senn mit den Lernenden bespricht oder mit weiteren Erklärungen beantwortet. Sei dies bei den Berechnungen oder in der Praxisanwendung.
Die Lernenden wollen sicher sein, dass die berechneten Mengen zur Herstellung der Lösungen stimmen, Unklarheiten müssen nochmals erläutert werden. Mit Büretten zu arbeiten ist für alle neu.
«Macht der üK Besuch trotzdem Spass?» wollt ich nun wissen.
Da gab es bei allen spontan die Antwort: «Wir kommen gerne. Wir lernen Neues und können anschliessend die Arbeitsschritte gut nachvollziehen. Wir erlernen die wichtigen Details von der Vorbereitung bis zur Berechnung des Resultats. Im Hinblick auf die Abschlussprüfung ist dies ein wichtiger Teil der Ausbildung.  
Zudem sind wir froh und schätzen es, dass unsere Fragen sofort diskutiert und beantwortet werden, im Lehrbetrieb geniessen wir diesen Vorteil nicht immer.
Auch das Zusammensein mit Mitlernenden ist für uns wichtig. Oft kann man sich gegenseitig helfen oder einen guten Typ geben.»  
Es ist wichtig für die Lernenden zu wissen, was die Auswirkung einer unkorrekten Handhabung zur Folge haben kann. Hiermit lernen sie die Problemlösungsstrategien umzusetzen.
Ich erkenne, für alle Lernenden bringt der üK Besuch neues Wissen und eine gute Grundlage für die Abschlussprüfung. Sie erhalten einen Bezug zu den Messresultaten und erlernen dank den Gegenfragen von Frau Senn ihre Arbeiten sorgfältig zu überdenken.
Im weiteren Kursverlauf werden noch Extraktion und UV/Vis- Spektroskopie vermittelt.

So verlasse ich die beiden Kursbesuche mit einem guten Gefühl, es ist schön die Lernenden so engagiert zu erleben.



Charlotte Rothenbühler